© NVA-Interessengemeinschaft Halle/Saale - Regionalgruppe „Hermann Vogt“
Aus der Region - Baron Siegmar von Schultze-Galléra
Am 06. Januar 2025 jährt sich zum 160. Mal der Geburtstag des halleschen Heimatforschers
Ein
Name,
der
heutzutage
nicht
mehr
allzu
vielen
in
Halle
und
Umgebung
bekannt
ist.
Dabei
galt
der
Mann
zu
Lebzeiten
als
einer
der
bedeutendsten
Stadtchronisten
und
Heimatforscher
Halles.
Mit
seinem
umfangreichen
Werk
lieferte
er
einen
bedeutungsvollen
Beitrag
zur
Aufdeckung
der
Vergangenheit
unserer
Umgebung.
Kaum
einer,
der
sich
intensiver
mit
der
Geschichte
Halles
und
des
Saalkreises
befasst,
kann
Schultze-Galléras
Schriften
übergehen.
Gotthilf
Karl
Siegmar
Schultze,
ab
1904/1919 Siegmar
Baron
von
Galléra,
auch Siegmar
Baron
von
Schultze-
Galléra wurde
am
6.
Januar 1865 in Magdeburg als Gotthilf
Carl
Siegmar
Schulz;
geboren
und
verstarb
am 15.
September 1945 in Halle
-
Nietleben.
Nach
seiner Habilitation 1892
mit
einer
Schrift
über
Goethes
frühe
Lyrik
begann
er
jedoch
seine
Tätigkeit
als Privatdozent für
Neuere
und
Moderne
Literatur
an
der Universität
Halle,
die
er
über
Jahrzehnte
ausübte.
Seine
Vorlesungstätigkeit
stellte
er
1932
ein;
wurde
aber
weiterhin
als
Dozent
geführt.
Nach
anfänglicher
Sympathie
für
den Nationalsozialismus lehnte
Schultze-Galléra
diesen
später
kategorisch
ab
und
verhehlte
auch
seine
Aversion
gegen Hitler nicht.
Er
lebte
zunächst
ab
dem
Jahr
1899
mit
seiner
Frau
und
den
vier
Kindern
im
1900
eingemeindeten
Stadtteil
Giebichenstein
im
Haus
Friedenstraße
14.
Im
Jahr
1919
zog
er
in
das
damals
noch
selbständige
Nietleben
im
Saalkreis,
wo
er
bis
zu
seinem
Tod
in
seinem
Haus
Eislebener
Straße
70
wohnte.Eine
Tochter
war
verheiratet
mit
dem
kaufmännischen
Angestellten
Werner
Götting
und
war
die
Mutter
von Gerald
Götting,
dem
Vorsitzenden
der
CDU
der
DDR und späteren
Volkskammerpräsidenten der
DDR.
Das
Schaffen
Schultze-Galléra's
umfasst
27
Bücher,
eine
Vielzahl
Monografien
zur
halleschen
Geschichte,
fast
1000
Artikel
für
hallesche
Zeitungen
und
Zeitschriften
sowie
Periodicals.
Insgesamt
sollen
es
1064
Veröffentlichungen
sein
-
ein
erstaunliches
Lebenswerk.
Bereits
als
Gymnasiast
schrieb
er
kleine
Erinnerungen
und
Gedichte.
Die
große
Bedeutung
seines
Lebenswerkes
erstreckt
sich
nicht
allein
darauf,
dass
er
mit
Sorgfalt
und
Fleiß
ein
außerordentlich
reiches
historisches
und
kulturgeschichtliches
Material
zusammengetragen
und
verarbeitet
hat,
sondern
besteht
vor
allen
darin,
daß
er
mit
seinen
Arbeiten
bei
den
halleschen
Bürgern
und
darüber
hinaus
die
Liebe
und
Verbundenheit
zur
Heimat
weckte,
entwickelte
und
vertiefte.
So
hat
er
z.
B.
mit
seiner
„Topografie
der
Stadt
Halle“
zahlreiche
Anregungen
gegeben
für
die
Erforschung
der
Vergangenheit
auch
anderer
Städte
weit
über
die
Region
hinaus.
In
allen
seinen
Werken
wird
ein
lebendiges
Wissensgut
vermittelt,
aus
allen
spricht
Heimatliebe
und
Heimatbegeisterung,
In
einer
frischen
und
lebendigen
Sprache
hat
er
festgehalten,
was
er
auf
Wanderungen
und
in
mühevoller
Forschungsarbeit
aufspürte.In
seinen
Schriften
„Geschichte
des
Saalkreises“,
„Wanderungen
durch
den
Saalkreis“,
„Die
Burg
Wettin
und
die
Wettiner“,
„Giebichenstein“,
„Sagen
der
Stadt
Halle
und
des
Saalkreises“,
„Geschichte
der
Stadt
Halle“,
„Die
Juden
zu
Halle
im
Mittelalter“,
„Die
hallesche
Heide“
und
nicht
zuletzt
„Schloß
und
Bad
Seeburg
und
Umgebung
nebst
dem
ehemaligen
salzigen
See“
die
nur
eine
Auswahl
aus
seinem
reichen
Schaffen
sind,
hat
er
diese
Heimatliebe
unter
Beweis
gestellt.Er
wurde
auf
dem
Friedhof
in
Granau
(Nietleben)
beigesetzt.
Ein
Weg
in
Halle-Nietleben
trägt
seinen
Namen.
Eine
Würdigung
durch
Oberstleutnant
a.
D.
Gerold
Möller
unter
Verwendung
der
Angaben
aus
dem
„Nietlebener
Heimatverein“.
Eine
Würdigung
durch
Oberstleutnant
a.
D.
Gerold
Möller
unter
Verwendung
der
Angaben
aus dem „Nietlebener Heimatverein“.