© NVA-Interessengemeinschaft Halle/Saale - Regionalgruppe „Hermann Vogt“
„Niemand
hatte
geglaubt,
dass
sie
imstande
sein
würde,
das
zu
tun“,
schrieb
Nadeshda
Krupskaja.
Sie
lebte
da
bereits
in
einem
Heim
unweit
von
Moskau,
konnte
sich
nur
noch
mit
Mühe
und
unter
starker
Atemnot
leidend
bewegen.
Aber
die
KPD
wünschte
ihr
Erscheinen
und
da
zögerte
sie
nicht
einen
Augenblick.
Von
dieser
Tribüne
des
Reichstages
hielt
sie
eine
flammende
und
mutige
Rede
zur
Entlarvung
des
Faschismus.
In
dieser
Rede
(könnte
auch
heute
noch
aktuell
sein)
heißt
es
u.a.:
„Meine
Damen
und
Herren!Der
Reichstag
tritt
in
einer
Situation
zusammen,
in
der
die
Krise
des
zusammen-
brechenden
Kapitalismus
die
breitesten
werktätigen
Massen
Deutschlands
mit
einem
Hagel
furchtbarster
Leiden
überschüttet.
Zu
den
Millionen
Arbeitslosen,
die
mit
den
Herzlichen Glückwunsch allen Frauen zu diesem Ehrentag!
Zugleich ehren wir an diesem Tag eine Frau, deren Leben und Wirken eng mit dem Kampf für Frauenrechte, für Frieden,
gegen Krieg und gegen Faschismus verbunden ist
Clara Zetkin! Ein starke Frau
Bettelpfennigen
der
sozialen
Unterstützung
oder
auch
ohne
sie
hungern,
werden
im
Herbst
und
im
Winter
neue
Millionen
stoßen.
Verschärfter
Hunger
ist
auch
das
Schicksal
aller
anderen
sozial
Hilfsbedürftigen.
Die
noch
Beschäftigten
können
bei
ihrem
niedrigen
Verdienst
die
durch
die
Rationalisierung
aufs
äußerste
ausgepresste
Muskel-
und
Nervenkraft
nicht
ersetzen,
geschweige
denn
kulturelle
Bedürfnisse
befriedigen.
Der
weitere
Abbau
des
Tarifrechts
und
des
Schlichtungswesens
wird
die
Entbehrungslöhne
noch
tiefer
senken.
Wachsende
Scharen
von
Handwerkern
und
Kleingewerbetreibenden,
von
Klein-
und
Mittelbauern
versinken
verzweifelnd
in
Elendstiefen.
Der
Niedergang
der
Wirtschaft,
das
Zusammenschrumpfen
der
Aufwendungen
für
Kulturzwecke
vernichten
die
wirtschaftlichen
Grundlagen
für
die
Existenz
der
geistig
Schaffenden
und
verengen
fortschreitend
das
Betätigungsfeld
für
ihre
Kenntnisse
und
Kräfte.
Der
im
Osten
entfesselte
Weltbrand,
der
vom
Westen
her
kräftig
geschürt
wird,
und
dessen
Flammenmeer
auch
die
Sowjetunion
und
ihren
sozialistischen
Aufbau
vertilgen
soll,
würde
auch
Deutschland
mit
Schrecken
und
Greueln
überhäufen,
die
das
Mord-
und
Vernichtungswerk
des
letzten
Weltkrieges
in
den
Schatten
stellen.“
Und
weiter.
“Alle
Versuche,
auf
dem
Boden
der
kapitalistischen
Wirtschaft
die
Krise
zu
mildern,
geschweige denn zu beheben, können das Unheil nur verschärfen. Staatliche Eingriffe versagten;