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NVA - Interessengemeinschaft Halle/Saale
NVA-Interessengemeinschaft Halle/Saale - Regionalgruppe „Hermann Vogt“
© NVA-Interessengemeinschaft Halle/Saale - Regionalgruppe „Hermann Vogt“
Über den sozialistischen Wettbewerb und die Bestenbewegung in den Streitkräften der DDR
Der sozialistische Wettbewerb in den Streitkräften war eingebettet in die Masseninitiativen des werktätigen Volkes der DDR. Losungen der FDJ und des FDGB wurden für die spezifischen militärischen Anforderungen präzisiert. Bereits im Sommer 1956 war ein Leistungsvergleich der besten Züge in der NVA auf der Insel Rügen, in Prora im Kampf um den Titel „Bester Zug in der Kampfausbildung“ faktisch zur Geburtsstunde des Wettbewerbes geworden. Einer der dort im Wettkampf tätigen Züge wurde von einem jungen Oberleutnant, namens Ernst Witthuhn, Offizier für Ausbildung, damals noch im MSR-11/ 6. MSD dienend, vorbereitet. An diesem Wettbewerb nahm auch ein Zug der 7. MSK, des MSR-18 teil Ein republikweiter Aufruf 1957 zur Teilnahme an der Bewegung zur Vollbringung nützlicher Taten zu Ehren der Volkswahlen am 23.06.1957 wurde auch in der NVA aktuell. Eine FDJ-Aktivtagung im MSR-12, der 6. MSD wurde genutzt, um alle Teilstreitkräfte zum Wettbewerb aufzurufen. Eine stabile Grundlage erhielt der Wettbewerb in der NVA dann mit der Direktive 05/59 des MfNV vom 16.04.1959 über „Ziel und Aufgaben des sozialistischen Wettbewerbs, der Bestenbewegung und der Rationalisatoren- und Erfinderarbeit in der Nationalen Volksarmee“ Daraus entstand die erste zentrale Losung im Ausbildungsjahr 1958/59 „Auf sozialistische Weise die militärischen Pflichten erfüllen, sozialistisch lernen und leben“. Das MSR-18 mittlerweile bereits 2 x Sieger im Wettbewerb der TT/E des MB III verpflichtete sich wieder, um den Bestentitel zu kämpfen und die Kompanie Rostalski des Regiments rief zum Wettbewerb in der NVA auf. Ihre eingegangenen Verpflichtungen warn dann allerdings nur mit aktiver Unterstützung der Führung des Regiments zu erfüllen. Aus den Erfahrungen des Wettbewerbes lernend präzisierte der MfNV mit dem Befehl 16/61 vom 15.06.1961 die Anforderungen und legte fest, dass die Kommandeure und Einzelleiter verantwortlich für den Wettbewerb sind; sie haben zu organisieren, zu führen und auszuwerten. Neben dem bereits vorhandenen „Leistungsabzeichen“ wurde das „Bestenabzeichen“ eingeführt. Erstmalig wurde der Wettbewerb in der NVA im Ausbildungsjahr 1961/62 (Aufruf durch MSR-22/4.MSD) unter einer zentralen Losung: „Soldaten entscheiden durch Taten die Ultras kommen nicht durch“ geführt.Und 1964 wurde mit der Direktive des MfNV vom 23.03.1964 über „Führung und Organisation des sozialistischen Wettbewerbes in der NVA“ zum ersten Mal der Aufruf eines Regimentes, Truppenteil Biermann öffentlich und die 5 Soldatenauszeichnungen propagiert, die Leistungsabzeichen, Bestenabzeichen (mit Wiederholungen), Sportabzeichen, Schützenschnur (mit Wiederholungen) und Klassifizierungsspange ( diese gab es fachspezifisch schon seit 1958) umfasste.