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NVA - Interessengemeinschaft Halle/Saale
NVA-Interessengemeinschaft Halle/Saale - Regionalgruppe „Hermann Vogt“
© NVA-Interessengemeinschaft Halle/Saale - Regionalgruppe „Hermann Vogt“
Clara Josephine Zetkin, geborene Klara Josephine Eißner, geboren am 05. Juli 1857 in Wiederau (bei Leipzig), verstorben am  20. Juni 1933 in einem Pflegeheim in  Krasnogorsk -Archangelskoje bei Moskau war Mitglied des Präsidiums des Exekutivkomitees der Kommunistischen Internationale, Mitglied des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Deutschlands, Vorsitzende des Exekutivkomitees der Internationalen Roten Hilfe. Von frühester Jugend an war sie politisch aktiv. Sie war bis 1917 aktiv in der SPD und eine markante Vertreterin der revolutionär-marxistischen Fraktion. 1917 schloss sie sich der USPD an. Dort gehörte sie zum linken Flügel bzw. zur Spartakusgruppe, die während der Novemberrevolution 1918 in Spartakusbund umbenannt wurde. Dieser wiederum ging zusammen mit anderen linksrevolutionären Gruppierungen in der zum Jahreswechsel 1918/1919 neu gegründeten Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) auf. Auf übernationaler Ebene gehörte Zetkin als Beteiligte am Internationalen Arbeiterkongress von 1889 in Paris zu den Gründern der Zweiten Internationale der sozialistischen Arbeiterbewegung. In der Arbeit für die Internationale gilt sie als prägende Initiatorin des Internationalen Frauentags.Zusammen mit Franz Mehring, Rosa Luxemburg und
Herzlichen Glückwunsch allen Frauen zu diesem Ehrentag! Zugleich ehren wir an diesem Tag eine Frau, deren Leben und Wirken eng mit dem Kampf für Frauenrechte, für Frieden, gegen Krieg und gegen Faschismus verbunden ist Clara Zetkin! Ein starke Frau
weiteren prominenten SPD-Politikern gehörte Zetkin kurz vor Beginn des Ersten Weltkrieges 1914 zur Minderheit der Gegner einer Bewilligung der Kriegskredite in den Gremien der eigenen Partei. Neben anderen Aktivitäten gegen den Krieg organisierte Zetkin 1915 in Bern, der Hauptstadt der neutralen Schweiz, die Internationale Konferenz sozialistischer Frauen gegen den Krieg. In diesem Zusammenhang entstand das maßgeblich von ihr ausformulierte Antikriegs-Flugblatt „Frauen des arbeitenden Volkes!“, dessen Verbreitung außerhalb der Schweiz, insbesondere in den Mittelmächten Österreich-Ungarn und dem Deutschen Reich polizeilich verboten wurde.  Aufgrund ihrer Antikriegshaltung wurde Zetkin während des Krieges mehrfach inhaftiert.Aus ihrer Ehe mit Ossip Zewtkin, einem russischen Revolutionär stammen 2 Söhne, Maxim und Kostja. Seit Ende der 1920er Jahre lebte sie nur noch in Moskau. Als einflussreiches Mitglied der KPD war Zetkin von 1920 bis 1933 Reichstagsabgeordnete und Alterspräsidentin des Parlaments. Am 30. August 1932 betrat, gestützt von zwei Genossinnen, eine weißhaarige Frau die Rednertribüne des neugewählten Deutschen Reichstages. Die kommunistischen Abgeordneten begrüßten sie mit erhobener, geballter Faust und einem dreifachen „Rot Front!“, dann stimmten sie, die Schmährufe der faschistischen Abgeordneten übertönend, die „Internationale“ an. Die damals 75 Clara Zetkin war extra nach Berlin gekommen, um ihr traditionelles Recht auf Eröffnung des Parlaments wahrzunehmen.