© NVA-Interessengemeinschaft Halle/Saale - Regionalgruppe „Hermann Vogt“
Einer von uns
DDR Fußball - Trainerlegende
Georg Buschner wäre am 26.12.2025 100 Jahre geworden!
Sicher geht das Wort „Legende“ oft schnell über die Lippen, wenn es darum geht, einzelne Persönlichkeiten oder Leistungen hervorzuheben. Das
geht in Ordung, steht doch eine reale Leistung dahinter. Und erst recht, wenn man weiss, dass im „Westen“ Deutschlands Ähnliches allerdings oft
nur durch „Wunder“ geschieht, z.B. das „Wunder von Bern“.
Eine DDR-Legende war er auf jeden Fall - Georg Buschner!
Am
26.12.1925
in
Gera
geboren,
sagte
er
später
von
sich
(„Ich
war
kein
Fußballer,
ich
war
Verteidiger.“).
Egal,
er
hat
es
als
Spieler
mit
Willen,
Athletik
und
Disziplin
nicht
nur
ins
Oberligateam
des
SC
Motor
Jena,
sondern
bis
in
die
DDR-Nationalmannschaft
gebracht
und
sollte
als
Trainer
noch
weit
größere
Spuren
hinterlassen
und
deshalb
nicht
ohne
Grund
als
DIE
Trainerpersönlichkeit
des
FC
Carl-Zeiss Jena und der DDR insgesamt gelten.
Der
sechsfache
Nationalspieler
der
DDR
war
nach
seiner
aktiven
Laufbahn
von
1970
bis
1981
Trainer
der
Fußballnationalmannschaft
der
DDR
und
betreute
-
im
ersten
Jahr
als
Auswahltrainer
sogar
zeitweise
parallel
-
von
1958
bis
1971
die
Jenaer
Mannschaft,
mit
der
er
1960
den
FDGB-Pokal
gewann
und
1963
erstmals
DDR-Meister
wurde
-
ein
Erfolg,
den
er
1968
und
1970
mit
dem
FC
Carl
Zeiss
Jena
wiederholen
konnte.
Georg
Buschner
führte
zusammen
mit
der
Jenaer
Friedrich-Schiller-
Universität,
an
der
er
Geschichte,
Pädagogik
und
Sportwissenschaft
studierte,
beim
Verein
moderne
Trainingsmethoden
ein.
Kraft-
und
Ausdauertraining
standen
ebenso
im
Mittelpunkt
wie
Schusstraining
und Analyse mit moderner Technik.
Der
Sportwissenschaftler
übernahm
1970
gegen
seinen
Willen
die
DDR-Auswahl.
1972
wurde
seine
Mannschaft
Olympia-Dritter,
vier
Jahre
später gar Olympiasieger in Montréal.
Übrigens;
an
diesen
Sieg
kann
ich
mich
besonders
gut
erinnern.
Ich
war
damals
Offiziersschüler
im
1.
Studienjahr
und
verfolgte
gemeinsam
mit
anderen
Fußballenthusiasten
das
Spiel
im
Kompaniefernsehraum.
Ein
Sieg,
immerhin
gegen
die
Mannschaft
Polens,
welche
1974
WM-Dritte
geworden
waren.
Das
Halbfinale
war
gegen
die
Mannschaft
der
UdSSR
gewonnen
worden.
Dazu
kursierte
übrigens
schnell
ein
Witz:
„Die
Sowjetunion
schickt
der
DDR
dazu
ein
Glückwunschtelegramm:
‚GRATULATION
-
STOPP;
ERDÖL
-
STOP; ERDGAS STOP‘.
(Es gab übrigens deswegen keine Repressalien!)
Zu
den
größten
Erfolgen
gehört
natürlich
der
unvergessene
1:0-Sieg
gegen
die
westdeutsche
Nationalmannschaft
bei
der
Fußball-Weltmeisterschaft
1974
durch
ein
Tor
von
Jürgen
Sparwasser.
Georg
Buschner
war
unbestritten
der
Vater
des
Jenaer
wie
des
DDR-Erfolges.
Sein
Name
bleibt
ewig
verknüpft
mit den größten Zeiten des DDR-Fußballs - er bleibt unvergessen.
Respekt zollt Major der NVA, Thomas Engelhardt