© NVA-Interessengemeinschaft Halle/Saale - Regionalgruppe „Hermann Vogt“
Oberst a. D. Jürgen Hartmann erinnert sich!
Sicherlich
habe
ich
damals
ab
und
an
gedacht,
dass
das
alles
nur
ein
Traum
sein
kann.
In
Wien
-Schwechat
angekommen
ging
es
zum
Ministerium
des
Bundesheeres
(BH)
und
zu
einem
Einführungsvortrag.
Die
Unterbringung
in
Wien
erfolgte
im
Hotel
"
Schwarzenberg".
Erstaunlich
für
mich
war
die
Tatsache,
dass auch
wenn
wir
in
anderen
Landesteilen
unterwegs
waren
und
dort
übernachteten,
die
Zimmer
bis
zur
Rückkehr
reserviert
waren.
Als
Generaloberst
Stechbarth
mich
fragte,
warum
die
Österreicher
uns,
denn
ausgerechnet
im
Hotel
"Schwarzenberg"
unterbrachten,
wusste
ich
die
Antwort
leider
nicht.
Er
sagte,
"Schwarzenberg
war
der
einzige
österreichische
Schlachtenlenker,
der
mal
als
junger
Offizier
die
Preußen
bei
einem
Gefecht
besiegt
haben
soll".
Das
habe
ich
mir
bis
heute
gemerkt.
(Anmerkung:
Fürst
Karl
Philipp
Johann
Nepomuk
Joseph
zu
Schwarzenberg,
auch Carl
Philipp
zu
Schwarzenberg[1] (* 15.
April 1771 in Wien;
† 15.
Oktober 1820 in Leipzig),
war
ein
österreichischer
Feldmarschall
und
Botschafter
in Sankt
Petersburg und Paris.
Der
Fürst
von
Schwarzenberg
war
der Oberbefehlshaber der
verbündeten
Streitkräfte
gegen Napoleon in der Völkerschlacht bei Leipzig 1813.)
Danach
konnten
wir
das
Heeresgeschichtliche
Museum
in
Wien
besuchen
und
besonders
eindrucksvoll
in
Erinnerung
sind
mir
die
Gemälde
geblieben,
die
sich
mit
den
Kämpfen
der
Österreicher
gegen
die
Türken
beschäftigten.
Die
Osmanen
haben
ja wohl mehrfach versucht, Wien einzunehmen. Ohne Erfolg.
Ein
Besuch
beim
damaligen
Minister
für
Verteidigung,
Herrn
Frischenschlager
war
auch
noch
auf
der Tagesordnung.
Der
Partner
für
Generaloberst
Stechbarth
und
die
Delegation
war
Armeekommandant
General
Hannes
Phillipp.
Am
Abend
gab
es
uns
zu
Ehren
ein
Abendessen
bzw.
den
Empfang
im
Hotel
"Sacher".
Dort
wurden
neben
den
Ansprachen
auch
Erinnerungsgeschenke
überreicht.Ich
erhielt
einen
kleinen
Kristalligel. Klar habe ich den noch.
Mein
Tischnachbar
informierte
mich,
dass
diese
Igel
das
Österreichische
Wappentier
seien.
Meine
Frage
nach
dem
warum
wurde
dann
dahingehend
beantwortet,
dass
die
Alpen
das
Land
eingeigelt
und
nur
nach
einer
Seite
offengelassen
haben.
Bei
einem Blick auf eine Karte ist es offensichtlich. Die offene Seite ist nach Osten.
An
den
darauffolgenden
Tagen
konnten
wir
Kasernen
besichtigen,
das
Vereinigte
Musikkorps
des
Bundesheeres
gab
ein
Konzert
und
zum
ersten
Mal
konnte
ich
eine
SFL
-
155
mm
Haubitze
in
einem
PAB
(Panzer-Artillerie-
Bataillon)
in
Natura sehen.
Am
25.
Juni
1985
ging
es
um
08.35
Uhr
in
die
Maria-Theresia-Kaserne
in
Wien
und
von
dort
mit
dem
Hubschrauber
nach
St.
Michael,
Steiermark
in
eine
Landwehr
–
Kaserne.
Ein
Empfang
mit
militärischen
Ehren
erfolgte
und
dann
lernte
ich
die Struktur
eines
Landwehrstammregimentes
(
hier
das
LWStR
-
55)
kennen.
In
so
einem
Regiment
wurde
die
Ausbildung
über
6
Monate
durchgeführt.
Danach
wurden
die
Soldaten
in
die
Reserve
versetzt
und
innerhalb
der
nächsten
Jahre
zu
weiteren
Ausbildungen
einberufen.
Insgesamt
8
Monate
Ausbildung.
Neu
für
mich
war,
dass
die
Soldaten
ihre
Unterkünfte
selbst
einrichten
konnten.
Der
damalige
Regimentskommandant,
OSL
Zimmermann,
mit
dem Mund auf dem rechten Fleck, ein sympathischer Typ, kam gut beim Chef der LaSK an.