NVA - Interessengemeinschaft Halle/Saale
Mitten durch Berlin, der Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland wird mittels Pflastersteine und Metallschienen im Boden an die „Mauer“ erinnert, die eine Grenze, eine Trennlinie in Berlin und zwischen dem Warschauer Vertrag und der NATO bis zum Herbst 1989 war. Eine Linie, die schicksalhaft die Menschen beiderseits der „Mauer“ über die Jahre des Bestehens belastete. Eine Angelegenheit die bis heute die Haltung der Menschen in Ost und West bestimmt und die u.a. auch durch die dort zu Tode gekommenen Bürger der DDR und Soldaten der Grenztruppen der DDR, belastet wird. Und jeder dort zu Tode gekommene ist Mahnung und Erinnerung zugleich. Um diese schicksalhaften Vorgänge rund um den „Mauerbau“ zu verstehen, muss man zugleich die Vorgeschichte des „Mauerbaus“ kennen. Es war der Zustand der offenen Grenze zu den von den Alliierten nach dem 08. Mai 1945 festgelegten Sektoren und zur Hauptstadt der DDR. Dieser Zustand war auch den Westmächten auf Dauer ein Dorn im Auge und so wurden Weichen gestellt; durch die UdSSR und durch die Westmächte, allen voran die USA. Es fanden Gespräche im Juni 1961 zwischen dem US-Präsidenten J.F. Kennedy und dem Generalsekretär der KPdSU und Vorsitzenden des Ministerrates der UdSSR N. S. Chrustschow statt, in deren Ergebnis u.a. auch der Zustand an den Sektorengrenzen in Berlin zur Sprache kam. Letztlich ging es um vertrauensbildende Maßnahmen und um die Entschärfung der Konfrontation. So erklärte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des US-Senats am 30. Juli 1961, Senator J.W. Fulbright (Quelle: NYT vom 03.08.1961): „Ich verstehe nicht, weshalb die DDR- Behörden ihre Grenze nicht schließen, denn ich meine, sie haben alles Recht, sie zu schließen.“ Eine sicherlich nicht ohne Zustimmung des damaligen US-Präsidenten J.F. Kennedy erfolgte Meinungsäußerung. Und so kam es auch! In der Nacht zum 13. August 1961 schloss die DDR die Grenze zu Berlin
13. August 1961- Gedanken zum Innehalten und Gedenken
(West) und verstärkte das Grenzregime an der gesamten Grenze zur BRD. Ohne hier weitere Details anzuführen, wurde nach der Schließung der Grenze zu Berlin (West) zwar von den 3 Stadtkommandanten der westlichen Sektoren an ihren sowjetischen Kollegen, am 15. August 1961 gleichlautende Protestnoten per Kurier (nicht einmal persönlich) übergeben, aber darin war keine Forderung nach Aufhebung der „Sperrmaßnahmen“ nach dem 13. August enthalten. Man blieb distanziert und neutral. Mehr dazu kann und sollte man nachlesen bei Heinz Keßler und Fritz Streletz in ihrem gemeinsamen Buch „Ohne die Mauer hätte es Krieg gegeben“ Zwei Zeitzeugen erinnern sich. Erschienen bei edition ost, 2011 (broschiert) ISBN 978-3-360-01825-0 Oberstleutnant a.D. Gerold Möller
NVA-Interessengemeinschaft Halle/Saale - Regionalgruppe „Hermann Vogt“
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