© NVA-Interessengemeinschaft Halle/Saale - Regionalgruppe „Hermann Vogt“
Heutzutage
wird
der
Begriff
Embargo-Politik
im
Zusammenhang
mit
der
schwierigen
Wirtschaftsgeschichte
der
DDR
erstaunlicherweise
nie
mehr
verwendet.
Dabei
war
diese
Sanktionsart
der
gesamten
westlichen
Welt
gegen
die
DDR
ganz
besonders
belastend.
Das
hieß
in
Kurzform,
sämtlicher
Handel,
insbesondere
Importe
in
die
DDR
von
rostfreien
Stählen,
Buntmetallen,
Elektronik
und
ausgewählter
Elektrik,
Waffen
und
jegliche
militärische
Ausrüstung
waren
seitens
aller
westlichen
Länder streng verboten.
70 Jahre Gründung der NVA und der 11.MSD
Erinnerungen und Gedanken aus 35 Jahren Kampf für Frieden
zurück 1966
weiter
In
der
Barbarastraße
in
Halle,
gleich
neben
dem
Objekt
Leninallee
der
NVA,
befand
sich
zu
DDR-Zeiten
die
Dienststelle
des
Militärtopographischen
Dienstes
des
Ministeriums
für
Nationale
Verteidigung
(MKD).
Diese
war
u.
a.
verantwortlich
für
die
Herstellung
präziser
militärischer
Landkarten
für
die
Landesverteidigung
und
teils
Belieferer
der
Streitkräfte
der
sozialistischen
Staaten.
Kommandeur
war
in
den
60er
Jahren
Oberst
Herbert
Scharlo.
Natürlich
stand
alles
in
und
um
diese
Dienststelle
unter
strenger
Geheimhaltung.
(
Diese
Einrichtung
war
die
spätere
Lehrstelle
unserer
1963
geborenen
Tochter
Ulrike )
Eines
Tages
wurden
mein
Freund
Major
Franz
Niedack
und
ich
zum
Stabschef
der
Division
gerufen.
(
Es
war
komisch,
dass
oft
gerade
Franz
und
ich
zu
ungewöhnlichen
Maßnahmen
herangezogen
wurden.)
Der
eröffnete
uns,
dass
wir in den folgenden 2 Tagen mit einer besonderen Aufgabe betraut würden. Wir sollten uns beim Kommandeur des MKD melden.
Der
Oberst
Scharlo
erläuterte
uns,
als
wir
uns
bei
ihm
gemeldet
hatten,
dass
beim
MKD
eine
besondere
Aktion
bevorstand.
Diese
Dienststelle
bekam
eine
unter
absoluter
Geheimhaltung
stehende
spezialtechnische
Einrichtung
geliefert.
Franz
und
ich
waren
bevollmächtigt
mit
Verkehrspolizei
und
Feuerwehr
der
Stadt
Absprachen
zu
treffen
um
diese
Aktion
zu
unterstützen
und,
so
weit
wie
möglich,
gegen
Zuschauer
abzusichern.
Alle
Einzelheiten
weiß
ich
nun
nicht
mehr
und
sind
auch
nicht
so
interessant.
Auf
alle
Fälle
brauchten
wir
von
der
Feuerwehr
auch
zwei
große
Autokräne
für
diese
Aktion.
Jedenfalls
wurden
nachts
per
Bahntransport
zwei
riesig
große
Kisten
angeliefert,
an
denen
sämtliche
Kennzeichnungen
gewissenhaft
übermalt
waren.
Die
öffentliche
Verkehrsstraße,
die
Barbarastraße,
wurde
polizeilich
im
Bereich
vor
und
nach
dem
MKD
gesperrt
und
bewacht.
Am
Vortag
waren
an
der
der
Straße
zugewandten
Seitenfront
des
MKD-Gebäudes
in
der
1.
Etage
3
große
Fenster
und
die
gesamten
Zwischenwände
herausgebrochen
worden.
Ein
Aufwand,
der
Erstaunen
auslöste.
Jedenfalls
hatten
nun
die
beiden
Spezial-Autokräne
der
Feuerwehr
die
Aufgabe,
die
beiden
Riesenkisten
schadensfrei
durch
die
geschaffene
offene
Wand
des
Gebäudes
zu
bugsieren.
Es
gelang
auch.
In
großer
Eile
und
mit
erstaunlicher
Präzision
wurden
die
Seitenwände
wieder
zugemauert
und
die
Fenster
wieder
eingesetzt.
Man
hatte
verstanden,
möglichst
die
gleichen
Steine
der
Außenwände
wieder
zu
verwenden
bzw.
echt
nachzugestalten.
Ich
war
selbst
erstaunt
nach 2 Tagen fast keine Spuren dieses Bauaufwandes mehr zu erkennen.