© NVA-Interessengemeinschaft Halle/Saale - Regionalgruppe „Hermann Vogt“
„Wie alles begann“
notiert von OSL a.D., Gerold Möller
Vor
70
Jahren
am
Mittwoch,
am
18.
Januar
1956
war
es
so
weit.
Die
Volkskammer
der
DDR
verabschiedete
nach
Rücksprache
und
Erlaubnis
durch
die
Sowjetische
Führung
das
Gesetz
„über
die
Schaffung
der
Nationalen
Volksarmee
und
des
Ministeriums für Nationale Verteidigung“.
Selbst
unter
Einbeziehung
der
bewaffneten
Vorläufer
bestanden
die
Streitkräfte
der
DDR
nur
rund
40
Jahre,
wurden
vor
36
Jahren
aufgelöst
und
haben
trotz
allem
einen
nachhaltigen
Eindruck
im
Leben
und
im
Bewußtsein
der
Menschen
der
ehemaligen
DDR
hinterlassen
sowie
auch
deutliche
Spuren,
auf
welche
die
Mehrzahl
der
in
der
Nationalen Volksarmee Gedienten, mit berechtigtem Stolz zurückblicken können.
Gemäß
den
Bestimmungen
im
Potsdamer
Abkommen
hatten
die
Siegermächte
nach
1945
in
ihren
Besatzungszonen
die
oberste
Regierungsgewalt
inne
und
entschieden
über
die
Aufstellung
von
Polizeieinheiten
zur
Aufrechterhaltung
der
inneren
Ordnung.
So
auch
in
der
damaligen
Sowjetischen
Besatzungszone
(SBZ).
Die
Anfänge
bildeten
von
1948
bis
1952
die
blau
uniformierten
Polizeibereitschaften,
zuerst
je
2
VP-Bereitschaften
in
den
5
Ländern.
Im
Sommer
1952
(
offizielles
Umbildungsdatum
war
der
01.
Juli
1952)
wurden
aus
den
vorhandenen
VP-Bereitschaften
(VPB)
die
Kasernierte
Volkspolizei (KVP)
geschaffen.
Sie
hatte
bereits
im
Herbst
1952
eine
70 Jahre Gründung der NVA und der 11.MSD
Erinnerungen und Gedanken aus 35 Jahren Kampf für Frieden
zurück 1956
weiter
Stärke
von
90.250
Mann
und
in
den
bestehenden
22
Schulen
(VPS)
wurden
zukünftige
Führungskader
herangebildet.
Es
wurden
militärische Dienstgrade eingeführt und sie erhielten khakifarbene Uniformen nach sowjetischem Schnitt.
Es
wurden
neben
Infanterieverbänden,
darunter
die
(gemischte)
KVP-Bereitschaft
Halle,
auch
mechanisierte
Verbände
aufgestellt.
Die
maßgebliche
Forderung
aus
der Sowjetunion nach
originären
DDR-Streitkräften bekam
erst
Öffentlichkeit,
nachdem
in
Realisierung
der
Pariser
Verträge
zum
Jahresende
1954
im
November
1955
in
der
Bundesrepublik
Deutschland
die Bundeswehr geschaffen
wurde.
Für
die
einsatzbereiten
Formationen
der
KVP
begannen
also
schon
im
Spätherbst
1955
die
Vorbereitungen
zur
Umwandlung
in
reguläre
Streitkräfte
der
DDR.
Bereits
in
den
Monaten
Januar
und
Februar
1956
erklärten
sich
tausende Angehörige der KVP bereit, in der NVA zu dienen.
Vorgesehen
war,
nach
sowjetischem
Vorbild
strukturierte
Mechanisierte
Divisionen
(zwei
MD),
Infanteriedivisionen
(drei
ID)
und
Panzerdivisionen
(drei
PD)
aufzustellen.
Bereits
im
Sommer
1956
wurden
auf
der
Grundlage
neuester
sowjetischer
Vorstellungen
über
Aufbau,
Ausrüstung
und
Einsatz
der
Streitkräfte
Veränderungen
erforderlich.
Die
im
Aufbau
befindlichen
Infanteriedivisionen
und
Mechanisierten
Divisionen
der
NVA
wurden
in
Erweiterung
des
ursprünglichen
Befehls 1/56
vom
10.02.1956
durch
Befehl 99/56
des
Ministers vom 17. Oktober 1956 in Mot.-Schützendivisionen bzw. in Panzerdivisionen umformiert.
Das
zum
1.
März
1956
gebildete und
arbeitsfähige
Ministerium
für
Nationale
Verteidigung (MfNV)
in
Strausberg
(vorher
Stab
der
KVP)
ordnete
diese Formationen den
zwei
Kommandos
der
Militärbezirke
(KMB-III und KMB-V)
der
Landstreitkräfte
zu.
Die
KVP
selbst wurde offiziell zum 31.12.1956 aufgelöst.