© NVA-Interessengemeinschaft Halle/Saale - Regionalgruppe „Hermann Vogt“
„Bevor alles begann - Von der KVP in die NVA“
Aus den Memoiren des GM a.D., Hermann Vogt
Am
30.09.1969
beendet
Generalmajor
Vogt
den
aktiven
Truppendienst
in
der
NVA
und
wird
Leiter
der
Militärischen
Hauptabteilung
im
Ministerium
für
Hoch-
und
Fachschulwesen
der
DDR
in
Berlin
und
war
dem
Minister
für
Nationale
Verteidigung
direkt
unterstellt.
Die
MA
oder
auch
HA
I
war
für
die
militärische
Aus-
und
Weiterbildung
der
Studenten
an
den
Fach-
und
Hochschulen
der
DDR
verantwortlich.
Die
ungedienten
wehrtauglichen
Studenten
wurden
in
2
Lehrgängen
zum
Soldaten
ausgebildet
und
erhielten
dann
nach
dem
Studienabschluss
in
der
Regel
den
Status
eines
Offiziers
der
Reserve
(Fachschule:
Unterleutnant
d.
R.,
Hochschule:
Leutnant
d.
R.).
Bereits
gediente
Studenten
wurden
als
Ausbilder
eingesetzt
und
absolvierten
dadurch
ihren
Dienst
als
Reservist
der
NVA,
oftmals
mit
entsprechender
Beförderung
im
Dienstgrad.
In
der
Verantwortung
der
MA
des
MHF
wurden
jährlich
ca.
2.500
Studenten
zum
70 Jahre Gründung der NVA und der 11.MSD
Erinnerungen und Gedanken aus 35 Jahren Kampf für Frieden
zurück 1945
weiter
Offizier
der
Reserve
und
ca.
8.000
Studenten
zu
Unteroffizieren
der
Reserve
ausgebildet.
Diese
Funktion
übt
er
bis
zu
seiner
Ernennung
zum
Militär-,
Marine-
und
Luftwaffenattachè
der
NVA
an
der
Botschaft
der
DDR
in
Moskau
am
01.05.1973
aus.
Üblicherweise
wurde
in
der
NVA
ein
solcher
Auslandseinsatz
etwa
zwei
Jahre
im
Voraus
geplant.
Bestandteil
der
Vorbereitung
auf
den
Einsatz
als
„Militärdiplomat“
war
eine
etwa
18
Monate
dauernde
Ausbildung
mit
Schulungen
über
das
diplomatische
Protokoll
und
den
militärdiplomatischen
Dienst,
das
Völkerrecht,
die
Außen-
und
internationale
Politik,
die
Militär-
und
Sicherheitspolitik
der
NATO-Mitgliedsstaaten,
Sprachausbildung
in
Russisch
und
optional
in
Englisch,
Französisch
und
Spanisch
sowie
Länderkunde.
Auch
Auslandspraktika
an
DDR
-Botschaften
gehörten
dazu.
Nun
war
die
UdSSR
ja
Bruderland
und
Waffenbruder
und
auf
diesem
Feld
hatte
er
umfangreiche
Erfahrungen
aus
der
Kriegszeit
und
während
seines
langen
Dienstes
in
den
Streitkräften der DDR gesammelt!.
Er wurde mehrfach ausgezeichnet und geehrt:
Am
31.08.1976
erleidet
er
in
Moskau
einen
schweren
Herzinfarkt
und
scheidet
am
01.09.1976
krankheitsbedingt
aus
dem
aktiven
Dienst
in
der
NVA
aus.
Er
verstarb
am
13.04.1978
im
Alter
von
nur
63
Jahren
nach
kurzer,
aber
schwerer
Krankheit
im
Zentrallazarett
der
NVA
in
Bad
Saarow.
Er
wurde
am
26.04.1978
mit
militärischen
Ehren
im
Zentralfriedhof
Friedrichsfelde
in
Berlin-Lichtenberg
beigesetzt. Im Jahre 2012 erfolgte die Umbettung auf den Waldfriedhof Strausberg/Eggersdorf.
Orden der Völkerfreundschaft der UdSSR,
Orden des Vaterländischen Krieges 2. Klasse,
Medaille
für
den
Sieg
über
Deutschland
im
Großen Vaterländischen Kriege 1941 – 1945,
Jubiläumsmedaille
20
Jahre
Sieg
im
Großen
Vaterländischen Kriege 1941 – 1945 und
Medaille
30
Jahre
Sieg
im
Großen
Vaterländischen Kriege 1941 – 1945
Ebenso
wurde
er
mit
hohen
militärischen
und
staatlichen
Auszeichnungen
der
Nationalen
Volksarmee und der DDR geehrt.