70 Jahre NVA und 11.MSD
NVA - Interessengemeinschaft Halle/Saale
NVA-Interessengemeinschaft Halle/Saale - Regionalgruppe „Hermann Vogt“
© NVA-Interessengemeinschaft Halle/Saale - Regionalgruppe „Hermann Vogt“
Gedient in der Feldbäckereikompanie Gefr. d. Reserve, Anton Furch erinnert sich
Ich bin Jahrgang 1937, habe die Schre cken des Krieges als Heranwachsender erlebt und m ir geschworen, nie wieder einen Krieg erleben zu müssen. Nach dem Ende meiner Grundschulzeit erlernte ich den Beruf eines Bäckers, arbeitete in diesem Beruf und verpflichtete mich 1955 für 2 Jahre in den bewaffneten Organen der DDR, der Kasernierten Volkspolizei zu dienen. Mein Dienstort wurde die Stadt Halle (Saale) und die Diensteinheit, der ich zugeteilt wurde, war die Feldbackeinheit der KVP in der damaligen Leninallee (heute Merseburger Straße). Der Dienstbeginn war der 24.05.1955. Der Dienst war anstrengend aber zugleich auch angenehm, konnte ich doch in meinem erlernten Beruf arbeiten. In angenehmer Erinnerung sind geblieben: Zugführer Hauptmann Pfützner Backmeíster Stabsfeldwebel Lehmann Lagerverwalter Unterfeldwebel Uhlig Als dann 1956 die Nationale Volksarmee gegründet wurde und die Feldbackeinheit der KVP- Halle nach Zeitz verlegt wurde, wegen der Unterstellung zum Militärbezirkskommando III, versetzte man mich in die Stabskompanie der neuaufzustellenden 11. MSD, in die Versorgungsgruppe. In der Kaserne Leninallee war ich dann in der Küche eingeteilt und mit für die tägliche Versorgung der Armeeangehörigen verantwortlich. In dieser Zeit habe ich von den Küchenfrauen, hier besonders von Frau Lehmann viel gelernt.
70 Jahre Gründung der NVA und der 11.MSD Erinnerungen und Gedanken aus 35 Jahren Kampf für Frieden zurück 1957 weiter
Im Frühjahr 1957 führte die nunmehrige 11. Motorisierte Schützendivision ihre 1. Divisionsübung durch. Der Ort der Übung war im Harz gelegen. Dort hatte ich ein Erlebnis, das mir bis zum heutigen Tag in angenehmer Erinnerung geblieben ist. Ich war an der Feldküche der Stabskompanie eingeteilt und hatte an einem Tag eine Suppe, Erbsensuppe, wie beim Militär üblich, zuzubereiten. Mit einem Male war die Aufregung groß, der Minister, damals Willi Stoph hatte sich angesagt und wollte zu unserer Feldküche kommen. Die erste Reaktion war, sich zu verstecken, denn ein Minister kommt und dann schmeckt ihm vielleicht die Suppe nicht.