© NVA-Interessengemeinschaft Halle/Saale - Regionalgruppe „Hermann Vogt“
„Die Lage war sehr ernst!“
Schilderungen persönlicher Erlebnissen von OSL a.D., Friedrich Schulze
Zuvor
führten
wir
zur
operativen
Tarnung
und
zur
Funktäuschung
noch
eine
Kommandostabsübung
durch.
Dazu
zog
ich
mit
einem
Teil
meiner
Funk-
und
Richtfunkmittel
durch
Nordthüringen
und
funkte
aus
allen
Ecken
zum
Stab
der
1.
Garde-
Panzer-
Armee
der
Sowjetarmee,
der
im
Wald
bei
Marienberg
lag.
Unsere
Division
befand
sich
in
der
Reserve
der
Westfront
der
Vereinten
Streitkräfte
des
Warschauer
Vertrages
und
hat
an
keinen
Handlungen
auf
dem
Gebiet
der
CSSR
teilgenommen.
Nachdem
die
Sowjetarmee
in
der
CSSR
einmarschiert
war
und
die
Lage
sich
etwas
beruhigt
hatte,
kam
am
18.
Oktober
1968
der
Befehl
zur
Rückverlegung
in
70 Jahre Gründung der NVA und der 11.MSD
Erinnerungen und Gedanken aus 35 Jahren Kampf für Frieden
zurück 1968
weiter
die
heimatlichen
Stammobjekte.Da
es
den
Leser
sicher
interessiert
wie
wir
diesen
langen
Zeitraum
über
im
Wald
lebten,
möchte
ich
dazu
noch
etwas
sagen.
Ich
wohnte
mit
den
Offizieren
meiner
Abteilung
in
2
Stabsbussen,
in
denen
wir
am
Tage
arbeiteten
und
nachts
schliefen.
Der
übrige
Personalbestand
war
in
Zelten
untergebracht.
Die
Verpflegung
war
sehr
gut
und
ausreichend.
Es
gab
sogar
zusätzlich
Schokolade
und
Zigaretten.
Die
Forderungen
an
die
Nachrichtentruppe
waren
stets
die
härtesten,
denn
die
geringsten
Störungen
lähmten
die
Truppenführung
und
gefährdeten
die
Erfüllung
der
gestellten
Aufgabe.
Der
Divisionskommandeur
und
der
Stabschef
verlangten
deshalb
von
mir
zu
jeder
Zeit
eine
ununterbrochene
Verbindung.
Sie
fragten
nicht
danach
unter
welchen
Anstrengungen
diese
zustande
kam.
Solange
die
Nachrichtenverbindung
klappte,
beachtete
man
uns
kaum.
Doch
riss
eine
Leitung,
fiel
eine
Funkstation
aus
oder
war
die
Verbindung
gestört,
bekam
ich
sofort
wenig
schmeichelhafte
Worte
zu
hören
und
den
kategorischen
Befehl,
in
kürzester
Zeit
die
Verbindung
wiederherzustellen.
Und
meine
Nachrichtensoldaten
machten
sich
gleich
an
die
Arbeit.
Sie
ruhten
nicht
früher,
bevor
der
Schaden
behoben
war.
Dabei
kam
mir
meistens
spontan ein altes Sprichwort der Nachrichtensoldaten in den Sinn:
„Es erntet weder Lob noch Dank, der kleine Mann am
Klappenschrank!“.
Für
meine
Leistungen
bei
diesem
Einsatz
bekam
ich
die
Verdienstmedaille der NVA an die Brust geheftet.“
(Geht doch)
am 25.05.2026