© NVA-Interessengemeinschaft Halle/Saale - Regionalgruppe „Hermann Vogt“
„Frunsewetz“
So werden Kommandeure geschmiedet, GM Klaus Wiegand berichtet
Generalmajor a. D. Klaus Wiegand erinnert sich an sein 1. Studium in der UdSSR.
Bei
Kadergesprächen
über
die
weitere
Entwicklung
als
Offizier
entschloss
ich
mich
nach
intensiver
Rücksprache
auch
in
der
Familie
für
den
Besuch
einer
sowjetischen
Militärakademie
in
Moskau.
Es
war
uns
bewusst,
das
mit
dieser
Entscheidung
eine
harte
Bewährungsprobe
auf
die
Familie
zukommt.
4
Tage
vor
Be3ginn
des
Studium
am
01.
09.1971
trat
ich
mit
weiteren
11
Offizieren
der
NVA
den
Flug
nach
Moskau
an.
Das
Gepäck
war
auf
40
kg
pro
Person
festgelegt.
Bei
der
Ankunft
in
Moskau
wurden
wir
von
einem
Vertreter
der
Fakultät
begrüßt
und
in
das
Wohnheim
eingewiesen.
Jeweils
3
Offiziere
in
einem
Zimmer,
mit
einer
Ausstattung
von
3
Betten,
3
Schränke
und
Stühle
und
1
Tisch.
Dann
waren
die
Tage
bis
zum
Studienbeginn
mit
Begrüßung
durch
den
Chef
der
Fakultät,
Generalmajor
Schtykow,
mit
medizinischer
Untersuchung,
Entgegennahme
von
Lehrmaterial
und
weiteren
Formalitäten
verbunden.
Am
beeindruckendsten
war
die
Sekretärin
der
Fakultät,
Tatjana.
Sie
war
der
gute
Geist;
zahlte
uns
das
Gehalt
aus, organisierte Karten für Kulturveranstaltungen und hatte für alle Sorgen und Nöte ein offenes Ohr.
70 Jahre Gründung der NVA und der 11.MSD
Erinnerungen und Gedanken aus 35 Jahren Kampf für Frieden
zurück 1975
weiter
In
Auswertung
bisheriger
Erfahrungen
war
ich
mit
der
Erste,
der
nicht
3,
sondern
4
Jahre
studieren
musste.
Das
hatte
seinen
Grund
in
den
bisherigen
Sprachkenntnissen
der
Vorgänger,
die
nicht
ausreichend
genug waren.
Das
Gebäude
der
Militärakademie
war
ein
riesiger,
10
Stockwerke
hoher
Bau.
Daneben
befanden
sich
das
Wohnheim
und
Ausbildungs-
einrichtungen.
Einige
Gedanken
zur
Militärakademie,
die
ich
nun
bis
1975
besuchen
sollte:
Die
M.W.
Frunse
Militärakademie
(Военная
академия
имени
М.
В.
Фрунзе,
)
war
eine
Militärakademie
der
Sowjetischen
und
später
der
russischen
Streitkräfte.
Die
Akademie
wurde
1918
in
Moskau
auf
Anweisung
von
Wladimir
Iljitsch
Lenin
gegründet.
Anfänglich
trug
sie
die
Bezeichnung
Akademie
des
Generalstabes,
wurde
dann
im
Jahre
1921
in
Militärakademie
der
Roten
Arbeiter-
und
Bauernarmee
umbenannt.
1925
wurde
die
Akademie
nach
Michail
Wassiljewitsch
Frunse
benannt.
Bis
einschließlich
1936
erfolgte
dort
die
Ausbildung
von
mittleren
und
höheren
Kommandeurskadern.
Die
Ausbildung
der
höheren
Kader
erfolgte
an
der
operativen
Fakultät.
Seit
1936
erfolgte
hier
die
Ausbildung
in den Fachrichtungen Kommandeure und Stabsoffiziere für die operativ-taktische Laufbahn.