© NVA-Interessengemeinschaft Halle/Saale - Regionalgruppe „Hermann Vogt“
Geschichte
des
Krieges
und
Kriegskunst,
Allgemeinmilitärische
Vorschriften,
Geschichte
der
KPdSU,
Marxistisch
–
leninistische
Philosophie, Wissenschaftlicher Kommunismus, Politökonomie und Parteipolitische Arbeit. Also insgesamt 25 Fächer.
Größere
Anstrengungen
waren
in
den
gesellschaftswissenschaftlichen
Fächern
erforderlich.
Ging
doch
unser
Lehrer,
Generalmajor
Zagumjonny
davon
aus,
dass
die
Söhne
von
Marx
und
Engels
deren
Werke
kennen
und
beherrschen.
Diese
Erwartungen
konnten
wir
anfangs
nicht
erfüllen.
Alle
militärischen
Fächer
waren
als
vertrauliche
Verschlusssachen
deklariert,
durften
nur
an
der
Akademie
studiert
werden
und
nach
Ende
des
Selbststudium
wurden
diese
dann
im
persönliche
Safe
verschlossen.
Die
gesellschaftswissenschaftlichen
Fächer
wurden
dann
zu
Hause,
im
Wohnheim
studiert.
Der
Lehrkörper
der
Akademie
bestand
fast
ausschließlich
aus
ehemaligen
Stellvertretern
des
Kommandeurs
einer
Division
bzw.
Offizieren
aus
Stäben
der
Armee.
In
der
Regel
hatten
alle
Lehrer
den
Dienstgrad
Oberst.
Während
meines
Studiums
war
das
Verhältnis
zu
allen
Lehrern
unserer
Klasse
militärisch
korrekt und von beiderseitigen Vertrauen geprägt.
Als
Hauptmann
der
Nationalen
Volksarmee
erhielt
ich
im
Jahre
1972
ein
Gehalt
von
1192,
60
Mark.
Das
Gehalt
setzte
sich
aus
der
Vergütung
für
den
Dienstgrad,
der
Dienststellung,
dem
Wohn
–
und
Verpflegungsgeld
sowie
einer
Dienstalterszulage
zusammen.
Nach
Abzug
der
Sozialversicherungsbeiträge
und
der
Lohnsteuer
verblieben
1059,60
Netto.
Während
meines
Studiums
erhielt
ich
anstelle
des
Verpflegungsgeldes
60,00
Rubel.
224,00
Mark
des
Gehaltes
wurden
entsprechend
des
Wechselkurses
in
70,00
Rubel
umgetauscht. In Moskau standen mir also 130,00 Rubel zur Verfügung.
1972,
nach
erfolgreiche
bestandenen
1.
Kurs
an
der
Militärakademie
konnte
ich
mit
meiner
Familie
eine
kleine
eigene
Wohnung
beziehen.
Die
wohnlichen
Verhältnisse
waren
mit
denen
zu
Hause
nicht
zu
vergleichen.
Es
war
schon
schwierig
mit
Küchenbenutzung
für
3
Familien
klarzukommen,
mit
den
sanitären
Einrichtungen
und
den
Einkaufsmöglichkeiten.
Es
war
also
notwendig
freundschaftliche
Beziehungen
zu
den
anderen
Familien
zu
unterhalten
und
sich
gegenseitig
zu
unterstützen.
Für
meine
Frau
und
Tochter
durfte
ich
monatlich
288,00
Mark
in
Rubel
umtauschen.
Insgesamt
stand
unsere
Familie
also
220,00
Rubel
zur
Verfügung.
Wir
kamen
damit
gut
zurrecht.
Für
unsere
Unterkunft
einschließlich
Heizung,
Wasser
und
Möbel
bezahlten
wir
im
Monat
15,00
Rubel.
Meine
Tochter
besuchte
die
Botschaftsschule
und
hatte
sich
dort
recht
schnell
eingelebt.
Unser
Unterricht
begann
in
der
70 Jahre Gründung der NVA und der 11.MSD
Erinnerungen und Gedanken aus 35 Jahren Kampf für Frieden
zurück 1975
weiter
Regel
um
09.00
Uhr
früh
und
endete
um
16.00
Uhr.
Danach
war
bis
19.00
Uhr
Selbststudium
und
das
war
Pflicht.
Auch
der
Sonnabend
war
Unterrichtstag.
Die
Sonntage
waren
zumeist
für
den
Besuch
von
Museen
(mind.
3
im
Monat
waren
Regel)
eingeplant.
Moskau
verfügt
über
eine
Vielzahl von Museen.
Nach
Absolvierung
des
Grundkurses
folgten
Kurse
über
die
Gefechtshandlungen
auf
der
Ebene
Division.
Dieser
schloss
1974
auch
mit
einem
4-wöchigen
Praktikum
in
der
Heimat,
in
meiner
4.
Motorisierten
Schützendivsion
in
der
Unterabteilung
Operativ
im
Stab
ab.
Im
Vordergrund
des 3. Kurses, im letzten Jahr des Studiums standen die