© NVA-Interessengemeinschaft Halle/Saale - Regionalgruppe „Hermann Vogt“
Kein
Bereich
der
Nationalen
Volksarmee
der
DDR
war
so
geheimnisumwittert
wie
der
Dienstbereich
„Spezialpropaganda“,
der
seine
Funktion
darin
begründete,
dass
er
den
Gegner
nicht
mit
Kanonen,
sondern
mit
der
Kraft
der
Worte
auf
die
Einwirkung
der
Waffensysteme
mental
vorbereiten
sollte.
Dazu
dienten
Flugblätter,
Lautsprecher-,
Funk-
und Rundfunksendungen.
Jährlich
wurden
durch
die
10.
Verwaltung
im
Bereich
der
PHV
des
MfNV
eine
Orientierung
zur
Arbeit
an
die
nachgeordneten
Stäbe
gegeben.
Im
Befehl
100
des
Ministers
für
Nationale
Verteidigung
für
das
jeweilige
Ausbildungsjahr
waren
sowohl
Maßnahmen
als
auch
Termine
der Spezialpropaganda enthalten.
So
wurde
in
der
Zeit
vom
26.09.
bis
01.10.
1977
auf
dem
TÜP
Annaburg
die
spezialtaktische
Übung
„Herbstlaub
–
77“
unter
Leitung
von
Generalmajor
Hans
Zukunft,
dem
damaligen
70 Jahre Gründung der NVA und der 11.MSD
Erinnerungen und Gedanken aus 35 Jahren Kampf für Frieden
zurück 1977
weiter
Chef
der
10.
Verwaltung
bei
der
Politischen
Hauptverwaltung
der
NVA
durchgeführt.
An
dieser
Übung
nahmen
alle
in
diesem
Dienstbereich
tätigen
Spezialpropagandisten
teil.
Also
die
10.
Verwaltung
mit
ihrer
Propagandabrigade
2,
das
Kommando
LaSK
mit
den
unterstellten
MB
III
und
MB
V
und
deren
Propagandakompanien
3
und
5.
Das
Kommando
Luftstreitkräfte
mit
der
Propagandakompanie
14,
die
Volksmarine
mit
ihrer
Propagandakompanie
18
und
die
Grenztruppen
mit
der
Propagandakompanie
16.
Alle
Divisionen
der
LaSK
mit
den
jeweiligen
Propagandazügen
der
Stabskompanien.
Im
Weiteren
kamen
je
2
Lehrkräfte
der
Ausbildungsrichtung
Gesellschaftswissenschaften
der
Unteroffizierschulen
(US)
I,II,III,IV
und
V
die
als
Spezialpropagandisten
im
Soll
II ausgebildet wurden mit zu den Übungsteilnehmern hinzu.
In
der
Durchführung
der
Übung
wurden
zu
taktischen
Handlungen
von
Truppenteilen
und
Verbänden
Schulungen
durchgeführt.
Dazu
mussten
die
gegebenen
Lagen
durch
die
Übungsteilnehmer
beurteilt,
auf
den
topografischen
Karten
dargestellt
und
die
Kräfte
und
Mittel
der
Spezialpropaganda
in
die
Gefechtshandlungen
sinnvoll
eingeordnet
werden.
Diese
zunächst
theoretischen
Tätigkeiten
wurden
dann
auf
dem
TÜP
Annaburg
praktisch
umgesetzt.
Dazu
wurden
die
Propagandazüge
der
Divisionen
und
die
Kräfte
und
Mittel
der
Propagandabrigade
2
in
den
Einsatz
befohlen.
Die
sich
daraus
ergebenden
Schlussfolgerungen
fanden
Eingang
in
Ausbildungs-
und
Planungsdokumente.
Gewonnene
Erkenntnisse
aus
Kommandostabs-
und
Truppenübungen
fanden
praktische
Anwendung.
So
wurden
z.
B.
bei
der
Divisionsübung
„Attacke
82“
der
11.
MSD
in
der
Zeit
vom
22.03.
bis
27.03.1982
die
unter
der
Leitung
des
Chef
des
Militärbezirkes
III,
Generalleutnant Skerra stand, auch spezialpropagandistische Elemente in den Übungsverlauf eingegeben.