70 Jahre NVA und 11.MSD
NVA - Interessengemeinschaft Halle/Saale
NVA-Interessengemeinschaft Halle/Saale - Regionalgruppe „Hermann Vogt“
© NVA-Interessengemeinschaft Halle/Saale - Regionalgruppe „Hermann Vogt“
Kommandeurswechsel sind immer etwas Besonderes; Einer geht, ein anderer kommt! An Diesen war man gewöhnt, der Neue ist ein Fragezeichen! Oftmals kennt man den „Neuen“, weil er aus dem gleichen Umfeld stammt, manchmal eilt der „Buschfunk“ dem „Neuen“ auch voraus. Entscheidend ist immer, die militär-fachliche und menschliche Kompetenz. In der 11. MSD war es auch so. Als zum 15. August 1960 Oberst Hermann Vogt, die Dienstgeschäfte an seinen Nachfolger, Oberstleutnant Hans Spallek übergab, war der „Neue“ als bisheriger Kommandeur des MSR-17 allen bekannt. Gleiches galt beim Kommandeurswechsel 1969 an Oberst Heinz Handke, ehedem auch Kommandeur des MSR-17, am 01.09.1972 an Oberst R. Magnitzke, am 01.11.1974 an Oberst A. Krause, am 01.09.1977 an Oberst Manfred Zeh, bisherige Stellvertreter des K-11.MSD und zum 01.11.1986 an Oberst Olivier Anders, in der Division vom Zugführer an über Kompaniechef, Regimentskommandeur und Stabschef als Militärfachmann allseits anerkannt. Lediglich Oberst Erich Dirwelis 1965 und Oberst Klaus Wiegand 1984 machten hier eine Ausnahme. Beide waren vorher in der 7. PD in Führungsfunktionen tätig.Kommandeurswechsel sind immer mit
70 Jahre Gründung der NVA und der 11.MSD Erinnerungen und Gedanken aus 35 Jahren Kampf für Frieden zurück 1984 weiter
„Auskunftsberichten“, „Bestandsnachweisen“ und vor allem mit „Personal“ das zu übergeben bzw. zu übernehmen ist, eng verbunden. Auszüge davon liegen in der Chronik der Division vor. Wie solch ein Kommandeurswechsel erfolgt, schildert Generalmajor a.D. Klaus Wiegand anschaulich in seinen „Erinnerungen und Gedanken zu einem bewegten und erlebnisreichen Leben“ 2011 auf den Seiten 106 bis 114. Zum 12. April 1984 war die 11. MSD als Kommandeur zu übernehmen. Generalmajor a.D. Klaus Wiegand schildert die Übernahmeformalitäten wie folgt: „Am Montag, den 02.04.1984 begann ich mit der Übernahme der Dienststellung des Kommandeurs der 11. Mot.- Schützendivsion. Für die Übernahme hatte ich 10 Tage Zeit. Meine Vorstellungen zur Übernahme hatte ich bereits Ende März mit Generalmajor Zeh, meinem Vorgänger abgesprochen. Der Zeitablauf war wie folgt geplant: 1. Tag Führungsorgan der 11. MSD, 2. Tag Garnison Bad Frankenhausen, 3. Tag Garnison Sondershausen, 4. Tag Garnison Weißenfels, 5. Tag Garnison Halle, 6. Tag Garnison Wolfen und 7. Tag Garnison Zeithain und Garnison Hermsdorf.