© NVA-Interessengemeinschaft Halle/Saale - Regionalgruppe „Hermann Vogt“
„Wie die Truppenluftabwehr zu ihren Raketen kam“
OSL a.D. Gerold Möller war dabei
Seit
1976
wurden
in
der
NVA
die
Truppenteile
der
Luftabwehr
mit
dem
sowjetischen
Fla-
Raketen-Komplex
2
K
12
„Kub“ (russisch Куб
= Würfel)
aus-
und
umgerüstet.
1978
begann
auch
in
der
11.
MSD
die
Vorbereitung
auf
die
Einführung
dieses
Waffensystems
und
nicht
nur
die
Spezialisten
des
damaligen
FR-11
die
vorwiegend
in
Lehrgängen
in
der
UdSSR
ausgebildet
wurden,
hatten
damit
zu
tun.
So
wurde
im
Stab
der
11.
MSD
im
Bereich
Chef
TLA
,
damals
unter
Oberst
Rausch
begonnen
sich
mit
den
Erfahrungen
der
bereits
ausgerüsteten
4.
MSD
intensiv
zu
beschäftigen.
Da
dieser
Prozess
auch
politisch
begleitet
werden
musste,
wurde
ich,
damals
Hauptmann,
aus
der
Politabteilung
in
die
Vorbereitung
der
Umrüstung
mit
einbezogen.
Als
erstes
wurden
direkt
im
Stab
der
4.
MSD
und
dann
im
FRR-4
unter
Leitung
des
Chefs
TLA
der
11.
MSD
Erfahrungsaustausche
vor
Ort
mit
den
Verantwortlichen
der
4.
MSD
organisiert
und
durchgeführt.
Hier
in
der
Erfurter
Division
bestaunte
ich
den
Raketenkomplex
zum
ersten
Mal,
wurde
mit
der
recht
umfangreichen
Spezialausbildung
der
Soldaten,
Unteroffiziere
und
Offiziere
sowie
auch
mit
der
damit
verbundenen
politischen
Arbeit
konfrontiert.
Im
Weiteren
schloss
sich
daran
ein
etwa
4
wöchiger
Lehrgang
im
Mai/Juni
70 Jahre Gründung der NVA und der 11.MSD
Erinnerungen und Gedanken aus 35 Jahren Kampf für Frieden
zurück 1978
weiter
an
der
Offiziershochschule
der
Landstreitkräfte
„Ernst
Thälmann“
in
Löbau
in
der
Sektion
05
-Truppenluftabwehr
an.
Wir,
die
etwa
12
Offiziere
aus
der
Politischen
Verwaltung
der
MB
III
und
V,
sowie
der
Politabteilungen
der
Verbände
sollten
also
in
relativ
kurzer
Zeit
mit
vorwiegend
technischen
Parametern
des
neuen
Waffensystems
vertraut
gemacht
werden.
Diese
von
Oberst
Liebig
geführte
Sektion
gab
sich
alle
Mühe
uns
das
komplizierte
Innenleben
der
Rakete
3
M9,
der
Wirkungsweise
der
Aufklärungsradarstationen
RBS
40
und
RBS
18
und
weiterer
technischer
Details
beizubringen.
Bei
der
Rakete
blickten
wir
auf
ein
kaum
zu
überschauendes
Gewirr
von
Kabeln,
beim
Zündmechanismus
des
Raketenkopfes
war
dies
ebenfalls
so.
Die
praktische
Unterweisung
an
und
in
den
Radarstationen
nötigte
besonders
bei
der
Sichtschirmarbeit
zum
Erkennen
von
Luftzielen
Hochachtung
für
die
verantwortlichen
Armeeangehörigen
ab.
Dabei
konnten
wir
bei
der
Zielerkennung
in
der
praktischen
Arbeit
nach
geraumer
Zeit
auch
Erfolge
aufweisen
und
stolz vermelden.
Für
mich
persönlich
war
die
Einbindung
in
den
Umrüstungsprozess
einschließlich des Lehrgangs an der Sektion 05 der OHS ein Gewinn.