70 Jahre NVA und 11.MSD
NVA - Interessengemeinschaft Halle/Saale
NVA-Interessengemeinschaft Halle/Saale - Regionalgruppe „Hermann Vogt“
© NVA-Interessengemeinschaft Halle/Saale - Regionalgruppe „Hermann Vogt“
„Im Blauhemd auf Lenins Spuren“ Als Oberinstrukteur Jugendarbeit der 11.MSD im Riesengebirge war Major der NVA, Thomas Engelhardt
Kurzfristig wie überraschend erhilet ich im Juli 1987 von der Bezirksleitung der FDJ Halle, deren Mitglied ich war, und der Bezirksleitung des SZM Westslovakischer Bezirk eine Einladung in die CSSR zur Teilnahme an einem Internationalem Freundschaftslager. Noch konnte ich mir den Inhalt der Veranstaltung noch nicht erklären, aber zur Einweisung in der BL Halle wurde mir alles klar. Unsere Dienstreise führte nicht nur schlechtin ins befreundete Nachbarland, sondern bis in die Hohe Tatra, ins 2 Länder-Eck zwischen Polen und dem slovakischen Teil der CSSR. Was ich nicht wusste, dass eine ganz schön lange Wegstrecke vor uns lag und - dass es Lenin war, der unweit von unserem Zielort, nämlich in Biały Dunajec, unweit von Poronin am nördlichen Fuße der Tatra, in den Sommermonaten sein Exils verbrachte, und aus dem er 1914 vor der österreichischen Polizei geflohen ist. In den Jahren 1913 und 1914 war Wladimir Iljitsch Lenin mehrmals auf dem Gipfel, Folgerichtig wurde nach ihm 1952 der Wanderweg von Zakopane über das Meerauge auf den Rysy als Lenin-Weg benannt. Anlaß für die tchechesslovakische Jugendorganisation, alljährlich zu einem Marsch auf den Rysy aufzurufen. Ein Ruf, dem alljährlich tausende Landsleute und ihre Gäste folgten. Da unsere kleine Delegation Gast des tchechischen Teilverbandes waren, reisten wir nach kurzem Aufenthalt von dort gemeinsam in die slovakische Teilrepublik. Uns waren diese föderalen Strukturen so gar nicht bekannt. Die Besteigung des Rysy‘s selbst erwies sich als eine personell gigantische
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Veranstaltung, aber alles war bestens vorbereitet. Unserer kleine Delegation wurde ein Platz und Zelt in angemessener Größe zugeteilt. Zum Glück war es nicht mein erster „Zelturlaub“, das Aufstellen des Zeltes also kein Problem - da kannte ich mich ja aus. Vom großen Zeltplatz aus konnte man die Wegstrecke auf den Rysy achtungsvoll erahnen.